Die Schiffswellenkonstruktion

wenn die Welle waagerecht verlegt, entsprechend untersetzt und wasserdicht sein soll.

Wenn wir die Schraubenwellen unserer Schiffsmodelle - und zwar nicht nur der Rennboote, sondern auch der Handelsschiffs- und Schleppermodelle, statt waagerecht wie beim Original, so stark ansteigend einbauen, daß das obere Ende des Stevenrohres möglichst über der Wasserlinie endet, denn damit wird erreicht, daß möglichst wenig Wasser in den Rumpf eindringt, dann ist das natürlich auch eine Möglichkeit. Ideal ist diese Konstruktion aber nicht.

Die Schraubenwelle waagerecht zu verlegen ist ohne eine Getriebeuntersetzung einfach kaum möglich, weil dann die Welle des einzubauenden Motors immer zu hoch liegen würde. Eine Verbindung von Motorwelle und Schraubenwelle wäre also gar nicht möglich.

Mit einer entsprechenden Getriebeuntersetzng wäre es zwar kein Problem, aber dann ist ein Eindringen von Wasser in den Rumpf nur mit viel Aufwand zu verhindern.

Ein aus Messingblech einfach zusammen zu lötender Getriebekasten (Bild 1),

Bild 1

zwei Zahnräder, z.B. von Aeronaut, die die gewünschte Untersetzung ermöglichen, eine Schraubenwelle mit Stevenrohr und eine zweite Welle mit Lagerrohr, sind die dazu erforderlichen Materialien.

In den Getriebekasten wird - unter Berücksichtigung des Zahnraddurchmessers - zuerst das Loch für das Stevenrohr gebohrt und das Stevenrohr - natürlich entsprechend ausgerichtet - eingelötet (Bild 2 ).

Bild 2

Dann wird, nachdem der Abstand der beiden Zahnräder (Achsmitte zu Achsmitte) genau ermittelt wurde, auf der gegenüberliegenden Seite das Loch für das zweite Stevenrohr gebohrt und auch dieses Rohr (sauber ausgerichtet) eingelötet (Bild 3).

Bild 3

Dann werden die Wellen eingesetzt und die Zahnräder auf die Wellen geschraubt.

Die Komplettierung des Antriebes ist, nachdem die Verbindung mit dem Motor geschaffen wurde und die Schiffsschraube auf die Schraubenwelle geschraubt wurde, beendet (Bild 4).

Bild 4

Als Kupplung zwischen Motor und Welle sollte eine starre Kupplung genommen werden, denn nur diese Kupplung ist praktisch geräuschlos.

Um vermeiden zu können, daß trotz des Getriebekastens und trotz der versetzten Wellen Wasser in das Rumpfinnere eindringen kann, sollte der Getriebekasten mit entsprechend geeignetem Fett aufgefüllt werden.

Zur besseren Lagerung der beiden Wellen im Getriebekasten empfiehlt es sich entsprechende Gegenlager aus Messingrohr anzufertigen und so in die Wand des Getriebekastens einzulöten, daß die jeweilige Welle darin leicht laufend gelagert werden kann (siehe auch Bild 4).

Die Gegenlager werden abschließend von außen durch auflöten einer Messingblechscheibe abgedichtet (Bild 5).

Bild 5

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