Die Decksplanken oder: wenn das Deck richtige Planken haben soll

Solange ein Schiffsmodell gebaut werden soll, dessen Vorbild eins der Ganzstahlschiffe ist und keine Decksplanken im üblichen Sinne hat, sind Planken kein Thema. Ist das Vorbild aber ein Schiff, das ein aus Holzplanken zusammengesetztes Deck hat, sieht es ganz anders aus und um diese Modelle geht es mir in diesem Beitrag.

Vielfach liegt ja ein Sperrholzdeck mit aufgedruckten Planken im Bausatz. Sicher ist das eine Möglichkeit, zu einer Art Plankendeck zu kommen, die schönste ist es aber sicher nicht. Aufgedruckte Striche sehen eben nicht gerade wie Fugen zwischen den Planken aus.

Besser als nur aufgedruckte Linien, sind z.B. eingeritzte. Ein festes (möglichst metallenes) Lineal und ein spitzer Nagel, sind die dazu erforderlichen Werkzeuge (Bild 1). Wird das Deck anschließend farblos mit Bootslack lackiert, erscheinen die gekratzten Rillen dadurch, daß sich darin mehr Lack sammelt als auf der übrigen Fläche des Decks, dunkler. Allein dadurch entsteht der Eindruck, daß das Deck aus einzelnen Planken (Leisten) zusammengesetzt wurde.

Kleine Löcher, die vor dem Lackieren mit einer Stecknadel in die Planken gestochen werden (Bild 2), machen zusätzlich den Eindruck, daß die Planken auf das Deck genagelt wurden.

Merkbar echter wirkt ein Deck natürlich dann, wenn die Planken wirklich einzelne Leisten sind und wenn zwischen den einzelnen Leisten immer ein kleiner, aber immer gleich breiter, Abstand eingehalten wird, in den z.B. ein Zwirnsfaden (bei hellen Planken ein dunkler, bei dunklen Planken ein heller) in die Rille zwischen den Planken geklebt wird (Bild 3).

Statt des Zwirnsfadens lassen sich natürlich auch dünne Holzstreifen in die Rillen zwischen den Planken leimen. Sind die Rillen zwischen den Planken sehr schmal, kann man auch entsprechend dünne Holzleisten, nicht in der Breite, sondern in der Stärke, zwischen die Planken kleben. Nach dem die Klebestellen getrocknet sind, wird alles plan geschliffen (Bild 4). Auch hier sollte zwischen helle Planken dunkles Holz und zwischen dunkle Planken helles Holz geleimt werden.

Wichtig ist bei all diesen Überlegungen natürlich die Beachtung der Maßstäblichkeit. Maßstäblich heißt dann eben, daß beispielsweise eine Planke, die auf dem Original 30 cm breit ist, beim Maßstab

	1:10	3 cm,                       
	1:20	1,5 cm,  
	1:30	1 cm,
	1:50	0,6 cm,
	1:100	0,3 cm

breit sein müßte.

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