Die Lenzpumpe

originalgetreu und automatisch

Wenn man sich die im Hafen liegenden Schiffe, Schlepper, Barkassen ebenso wie Segelschiffe, Frachter, Tanker oder Musikdampfer einmal genauer betrachtet, wird man meistens schnell sehen, daß seitlich aus der Rumpfwand stoßweise Flüssigkeit herausgepumpt wird. Ob es sich dabei um im Schiffsboden angesammeltes Wasser handelt, oder um Schmutzwasser, das aus dem Wasserverbrauch der Besatzung u.s.w. abfällt, ist zumindest für diesen Beitrag sicher nicht interessant. Hier geht es einfach um die Originaltreue.

Die Lenzfunktion kann man ganz unterschiedlich aufbauen. Wie üblich, versuche ich auch hier einfache Lösungen anzubieten. Selbst mit der kleinsten Fernsteuerung, einer 2-Kanal-Anlage, ist es möglich zu lenzen.

Erforderlich ist für diese Konstruktion eine möglichst selbstansaugende kleine Pumpe, die mit der gleichen Spannung, oder mit einer etwas höheren arbeiten sollte wie der Fahrmotor, ein stark untersetzter (also äußerst langsam laufender) Mini- oder Micro - Elektromotor für die gleiche Spannung und einiges Kleinmaterial zur Herstellung eines Unterbrechers. Ohne den Unterbrecher würde die Pumpe das Wasser unentwegt ohne Unterbrechung aus dem Rumpf spritzen. Gerade das stoßweise Spritzen macht das originalgetreue aus.

Wasser bekommt die Pumpe durch einen Rohrnippel (Hohlniete), der irgendwo in die Rumpfaußenwand oder in den Rumpfboden eingeleimt wird. Wichtig ist natürlich, daß dieser Nippel unter Wasser sitzt. Er soll ja Wasser ansaugen.

Der Nippel wird über einen Schlauch mit der Pumpe verbunden, von der dann wieder ein Schlauch zu einem zweiten Nippel geht, der aber über der Wasserlinie sitzen muß.

Damit das Modell nicht plötzlich während der Fahrt voll Wasser läuft und womöglich auch noch absäuft, müssen die Verbindungen Nippel zu Rumpf und Schlauch zu Nippel, ebenso wie Schläuche zur Pumpe sehr sorgfältig gesichert und überprüft werden.

Die Nippel werden mit der Rumpfwand auf alle Fälle aber gut verleimt und mit Silikon abgedichtet. Die Schläuche lassen sich auf den Nippeln und an der Pumpe sehr gut mit kleinen Kabelbindern sichern.

Der Aufbau des Unterbrechers:

    begonnen wird damit, daß aus einem etwa 2 - 3 mm starken nicht leitendem Material, wie z.B. Pertinax, ABS, Polystyrol o.ä. eine Scheibe ausgeschnitten wird, die eigentlich beliebig groß sein kann. Aus Platzgründen empfiehlt es sich aber einen Durchmesser von ca. 30 - 35mm zu wählen.

    Diese Scheibe bekommt eine zur Motorwelle passende Bohrung in ihrer Mitte und außerdem außen herum in gleichmäßigem Abstand kleine Einschnitte von etwa 2 mm Tiefe und 3 bis 4 mm Breite.

    In diese Einschnitte soll später ein Microswitch zur Unterbrechung der Stromzufuhr für die Pumpe einrasten können.

    Die Unterbrecherscheibe wird, entweder direkt auf die Welle des Minimotors, oder erst gegen einen Stellring geleimt, so daß sie mittels einer Madenschraube auf der Motorwelle befestigt werden kann.

Einschalten der Pumpe:

Die Pumpe kann entweder über einen separaten Schalter eingeschaltet werden, dann pumpt sie immer, wenn der Empfänger eingeschaltet ist, auch wenn das Modell nicht fährt.

Oder:

über einen Elektronikschalter, der mit Hilfe eines V - Kabels parallell mit dem Fahrtregler auf den Kanal des Empfängers gesteckt wird, der für die Motorregelung zuständig ist.

Dann arbeitet die Pumpe nur noch, wenn der Fahrmotor läuft.

Lenzpumpe

 

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